Bürgerinitiative Hochwasser

BI-Kommentar zur Stadtratssitzung am 14.9.2017

In der öffentlichen Ratssitzung wurde ausführlich auf die Hochwassersituation im Stadtgebiet Bad Salzdetfurth eingegangen. Herr Mörke von der Freiwilligen Feuerwehr wurde über deren Einsatz berichtet. Hierbei ging Herr Mörke auf die Ereignisse in den einzelnen Ortsteilen ein. Für Klein und Groß Düngen wurde ein Mangel an Kräften und Material nicht explizit angegeben.
Interessant war eine Tabelle zur Anzahl der eingesetzten Feuerwehr-Kräfte. Hier waren auch Fremdkräfte aus anderen Städten aufgeführt. Diese waren erst am 26.7. vor Ort im Einsatz. Angesichts der Pegelstände, der Wettervorhersage und der Alarmierung in den frühen Morgenstunden am 25.7. (so von Dezernent Herrn Basse, Landkreisausschusssitzung) hätte man jedoch wohl für die Sicherung der Gebäude/Wohngebiete auch schon am 25.7. Fremdkräfte gebraucht. Am 26.7. war doch schon alles zu spät. Auch wäre es sehr interessant zu wissen, ob es eine Aufschlüsselung/Verteilung der Kräfte nach Einsatzorten (Ortsteilen) gab. Es wurden von Herrn Mörke nur die Gesamtzahl der Kräfte für das gesamte Stadtgebiet genannt (Fremdkräfte allein 366 am 26.7.). Daraus würde sich vielleicht endlich mal ergeben, wieso in den Düngens so wenig Feuerwehr zu sehen war und in Bad Salzdetfurth Stadt eher wenig Unmut besteht. Letztlich kann aus der von ihm geschilderten Sichtweise, dass egal wie viele Kräfte eingesetzt wurden, irgendwo immer eine Lücke geblieben sei, aber auch indirekt eine Überforderungssituation der Einsatzkräfte abgeleitet werden. Laut Zeitungsartikel (HAZ) habe sich die Feuerwehr in Itzum zu Fehlern bekannt. Ich könnte mir vorstellen, dass allein eine solche Aussage seitens der Feuerwehr den Düngenern gut täte. So stehen sie immer noch teils als pöbelnder Haufen da, der unberechtigt Kritik an den Helfern übt.
Zugegeben bemerkenswert, welche Zeitschiene für die Hochwasserschutzmaßnahmen von Hr. Basse vorgelegt wurde, die demnächst auch im Internet einsehbar sein soll. Ebenso wurde deutlich, dass die Stadt Bad Salzdetfurth mit Hochdruck an Maßnahmen zu einer Verbesserung des Hochwasserschutzes arbeitet. Einiges davon soll auch zügig – teils noch in diesem Jahr – umgesetzt werden. Seitens der Stadt und der Feuerwehr wurde von einem „Ausnahmezustand“ infolge einer so noch nicht dagewesenen Wetterlage gesprochen. Herr Basse konstatierte erneut, dass es für den Landkreis Hildesheim kein Katastrophenfall gewesen sei. Vielleicht sind die Übergänge zwischen Ausnahmezustand und Katastrophenfall doch fließend. Die Definition – nachzulesen im Internet (s.u.) - ist auch nicht ganz eindeutig und lässt Raum zur Interpretation. Ganz lokal gesehen war das Hochwasser im Juli 2017 für Groß und Klein Düngen eine Katastrophe.

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